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Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) seit 2020 – Stand 2025

KassenSichV seit 2020: Überblick, Hintergrund & Fiskalisierung ✓ Was regelt die Kassensicherungsverordnung? ✓ Alle Details

Die Kassensicherungsverordnung (kurz: KassenSichV)  ist das seit 2020 gültige zentrale Regelwerk für elektronische Kassensysteme in Deutschland. Offiziell heißt die unter dem Namen KassenSichV bekannte Regelung: "Verordnung zur Bestimmung der technischen Anforderungen an elektronische Aufzeichnungssysteme". 

In diesem Artikel erklären wir Dir die Grundlagen: Was ist die KassenSichV überhaupt? Was bedeutet Fiskalisierung? Und warum gibt es diese Regelungen?

Themenübersicht: "Kassensicherungsverordnung (KassenSichV)"

Was ist die Kassensicherungsverordnung?

Was bedeutet Fiskalisierung?

Warum gibt es die KassenSichV?

Fazit: KassenSichV einfach erklärt

FAQ: Häufig gestellte Fragen zur KassenSichV

Was ist die Kassensicherungsverordnung (KassenSichV)?

Die Kassensicherungsverordnung ist eine Bundesverordnung des Bundesfinanzministeriums (BMF), die regelt, wie elektronische Kassensysteme technisch ausgestattet sein müssen. Sie wurde im September 2017 verabschiedet, trat ab Januar 2020 schrittweise in Kraft und ist seit 2023 vollständig umgesetzt.

Das Ziel der Verordnung ist einfach: Kassendaten sollen so gespeichert werden, dass man sie nachträglich nicht mehr manipulieren kann.

Elektronische Kassen lassen sich nämlich leider ziemlich einfach austricksen, zum Beispiel durch Storno-Tricks oder nachträgliches Löschen von Umsätzen. Genau das soll die KassenSichV verhindern.

 

Was steht konkret in der KassenSichV?

Die Verordnung definiert die technischen Anforderungen an elektronische Kassensysteme: Welche Technische Sicherheitseinrichtung (TSE) verwendet werden muss, wie Belege auszusehen haben, welche Daten gespeichert werden müssen und in welchem Format Kassendaten für das Finanzamt exportiert werden bei einer Kassennachschau. Im Grunde ist es eine technische Gebrauchsanweisung für gesetzeskonforme Kassensysteme.

Die KassenSichV setzt die GoBD (Grundsätze zur ordnungsgemäßen Führung und Aufbewahrung von Büchern) praktisch um.

Die GoBD wiederum sind ein BMF-Schreiben von 2014, das festlegt, WAS Du aufzeichnen musst. Die KassenSichV erklärt dann konkret, WIE Du das technisch umsetzen sollst.

Was ist Fiskalisierung und was hat das mit der KassenSichV zu tun?

Fiskalisierung ist ein etwas sperriger Begriff, der aber international gebräuchlich ist. Als Fiskalisierung werden Gesetze und Vorschriften verstanden, die von Finanzbehörden vieler Staaten beschlossen werden, um Steuergerechtigkeit bei der Abrechnung der Umsatzsteuer zu erreichen.

Im Kern bedeutet Fiskalisierung also: Alle Kassenvorgänge werden lückenlos erfasst, können nicht mehr verändert werden und sind sicher gespeichert. So soll verhindert werden, dass Umsätze einfach "verschwinden" und Steuern hinterzogen werden.

Die KassenSichV ist Deutschlands Weg, die Fiskalisierung umzusetzen. Sie schreibt konkret vor, WIE elektronische Kassensysteme Daten manipulationssicher aufzeichnen müssen – nämlich über die Technische Sicherheitseinrichtung (TSE).

Fiskalisierung gibt es weltweit, vor allem aber in Europa. Viele unserer Nachbarländer, wie z.B. Österreich, Italien, Frankreich und Polen, haben ähnliche Systeme bereits seit 2013 bis 2016 eingeführt. Deutschland zog 2020 nach und war damit also in der EU eines der Länder, das die Fiskalisierung eher spät einführte.

Warum gibt es die Kassensicherungsverordnung?

Das Problem, das die KassenSichV lösen soll, ist schnell erklärt: Elektronische Kassensysteme sind praktisch, aber leider eben auch leicht zu manipulieren. Mit ein paar Klicks können Umsätze gelöscht, Stornos versteckt oder ganze Tage aus dem System entfernt werden. Das Finanzamt hat bei einer Prüfung dann kaum eine Chance, das nachzuvollziehen.

Steuerhinterziehung durch Kassenmanipulation ist ein erhebliches Problem und zwar nicht nur in Deutschland, sondern europaweit. Schätzungen zufolge gehen dem deutschen Staat dadurch jährlich bis zu 10 Milliarden Euro verloren.*

Genau deshalb gibt es die KassenSichV.

*Quelle: Bundesrechnungshof, Prüfungsmitteilung "Verfahren, Möglichkeiten und Wirksamkeit der Kassen-Nachschau", Oktober 2023, S. 12-13

Fazit: KassenSichV einfach erklärt

Die Kassensicherungsverordnung klingt kompliziert, ist aber im Kern einfach: Sie regelt, wie elektronische Kassensysteme technisch ausgestattet sein müssen, damit Kassendaten nicht mehr manipuliert werden können. Das schützt ehrliche Händler vor unfairem Wettbewerb und sorgt für Steuergerechtigkeit.

Mit einem professionellen Kassensystem wie Tillhub bist Du automatisch KassenSichV-konform: Cloud-TSE von Fiskaly, digitale Kassenbons per QR-Code und automatische Updates bei Gesetzesänderungen inklusive.

 

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FAQ: Häufig gestellte Fragen zur KassenSichV

Was ist die Kassensicherungsverordnung (KassenSichV)?

Die KassenSichV ist eine Bundesverordnung des Bundesfinanzministeriums, die seit 2020 die technischen Anforderungen für elektronische Kassensysteme in Deutschland regelt. Sie schreibt vor: TSE-Pflicht, Bonpflicht, Meldepflicht und standardisierte Datenexporte. Ziel ist es, Kassenmanipulationen zu verhindern.

Was ist Fiskalisierung?

Fiskalisierung bedeutet: Alle Kassenvorgänge werden lückenlos und manipulationssicher aufgezeichnet. In Deutschland läuft das seit 2020 über die Technische Sicherheitseinrichtung (TSE). Viele europäische Länder haben ähnliche Systeme bereits seit 2013 bis 2016 eingeführt.

Gilt die KassenSichV nur in Deutschland?

Ja, die KassenSichV gilt nur in Deutschland. Andere Länder haben eigene Regelungen zur Fiskalisierung. In Österreich gibt es zum Beispiel die Registrierkassensicherheitsverordnung (seit 2016), in Italien die "Lotteria degli Scontrini" (seit 2020) und in Frankreich gelten eigene Zertifizierungspflichten. Die Anforderungen sind von Land zu Land unterschiedlich.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Rechts- oder Steuerberatung dar. Für verbindliche Auskünfte zu Deiner individuellen Situation wende Dich bitte an Deinen Steuerberater oder die zuständige Finanzbehörde.

Sabrina
gepostet von Sabrina