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Zertifizierte Technische Sicherheitseinrichtung (TSE) - Aktuelles

llll➤ TSE-Kassen: Die zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung und was sie für Kassenbesitzer bedeutet - alle aktuellen Informationen ✅

Zertifizierte TSE seit 2020 verfügbar

Dieser Artikel beantwortet Dir die folgenden Fragen im Hinblick auf die zertifizierte TSE (technische Sicherheitseinrichtung) als Bestandteil der KassenSichV: 

+++ Update vom 21.09.2020 +++
TSE Fristverlängerung der einzelnen Bundesländer

Als Reaktion auf die noch anhaltenden Verzögerungen beim Zertifizierungsprozess der TSE (Cloud basiert) und aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona Pandemie, haben sich die Bundesländer individuell für eine weitere Fristverlängerung der TSE Pflicht entschieden. Damit wird faktisch die bereits bundesweit erteilte Nichtbeanstandungsfrist vom 30.09.2020 in fast (!) allen Bundesländern bis zum 31.03.2021 verlängert. 

Ein Fehlen der notwendigen technischen Gerätschaften für die TSE wird demnach in den unten aufgelisteten Bundesländern bis Ende März 2021 nicht sanktioniert. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Unternehmensinhaber nachweisen können, sich bereits verbindlich um eine TSE für ihr Kassensystem gekümmert zu haben (verbindliche Bestellung/Kauf) oder dass die benötigte TSE aufgrund der fehlender Zertifizierung noch nicht erhältlich ist.  

In welchen Bundesländern gilt die TSE Fristverlängerung also? 

Bundesland  TSE Fristverlängerung
Berlin bis 31.03.2021
Brandenburg bis 31.03.2021
Bayern  bis 31.03.2021
Baden-Würtemberg bis 31.03.2021
Hamburg  bis 31.03.2021
Hessen  bis 31.03.2021
Mecklenburg-Vorpommern  bis 31.03.2021
Niedersachsen  bis 31.03.2021
Nordrhein-Westfalen bis 31.03.2021
Rheinlandpfalz bis 31.03.2021
Saarland bis 31.03.2021
Sachsen bis 31.03.2021
Sachsen-Anhalt bis 31.03.2021
Schleswig-Holstein bis 31.03.2021
Thüringen  bis 31.03.2021
Bremen keine Fristverlängerung
Fristende: 30.09.2020

 

Wichtig! Diese Informationen sind nicht rechtlich bindend. Wir übernehmen keine Gewähr für die Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit o.g. Aussagen. 

Technische Sicherheitseinrichtung als Teil der KassenSichV

Die neue in Kürze gesetzlich erforderliche zertifizierte Technische Sicherheitseinrichtung (kurz TSE) ist seit einer Weile überall im Gespräch. Seit Januar ist die Kassensicherungsverordnung 2020 (kurz KassenSichV) in Kraft getreten, welche unter anderem bedeutet, dass elektronische Registrierkassen fortan eine manipulationssichere zertifizierte Technische Sicherheitseinrichtung (TSE) benötigen.

Bundesweit sind nun also 2 Millionen Besitzer auf der Suche nach einer neuen TSE Kasse. Verantwortlich für die Vergabe ist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik mithilfe von autorisierten Prüfstellen.

Du bist Besitzer einer elektronischen Registrierkasse und jetzt erst auf dieses neue Kassengesetz und die TSE gestoßen? Dann erst einmal (noch) keine Panik! Denn die Nichtbeanstandungsfrist wurde bis zum 31. März 2021 für alle Bundesländer verlängert.

Die Ausnahme: Bremen. Die IHK Bremen hat allerdings am 25.10.2020 ebenfalls einen Antrag auf Verlängerung gestellt, wie sie per Pressemitteilung verkündeten. 

So oder so ist es für alle Kassenbetreiber an der Zeit sich jetzt um eine KassenSichV-konforme Kasse inklusive TSE zu kümmern, um keine rechtlichen Schwierigkeiten zu bekommen. Unsere Kassenexperten helfen hierbei gerne weiter, informieren über die Möglichkeiten und beantworten alle Fragen rund um Kassensysteme, die KassenSichV und die TSE-Lösungen.

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Wofür gibt es die zertifizierte TSE für Kassen?

Die TSE als Bestandteil der GoBD und der Kassensicherungsverordnung 2020 (kurz KassenSichV) 2020 soll zukünftig die Steuerhinterziehung in diesem Land stark eindämmen. Aktuell ist es in Deutschland noch relativ einfach, Kassenvorgänge zu manipulieren und somit Steuern zu hinterziehen.

Schätzungsweise werden jährlich 125 Milliarden Steuern allein in Deutschland hinterzogen und EU-weit sogar 825 Milliarden! Deutschland liegt bei der Hinterziehung auf Platz 2 hinter Italien.

Was ist die TSE genau?

 

Die zertifizierte TSE (Technische Sicherheitseinrichtung) erfasst, codiert, signiert und archiviert alle Kassenvorgänge um Manipulationen zukünftig zu vermeiden. Sie setzt sich aus drei Teilen zusammen:

  1. Das Sicherheitsmodul: Dieses stellt sicher, dass alle Eingaben in eine Kasse ab der Installation der TSE lückenlos aufgezeichnet und nicht mehr verändert werden können.
  2. Das Speichermedium: Auf diesem werden alle Kassenvorgänge für die Dauer der gesetzlich erforderlichen Aufbewahrungsfrist sicher und lückenlos gespeichert.
  3. Eine einheitliche digitale Schnittstelle: Diese soll eine einheitliche störungsfreie Datenübertragung an das Finanzamt gewährleisten. So können die Daten einfach exportiert, dem Finanzamt übertragen und dort geprüft werden.

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Wer benötigt die TSE?

Jeder, der eine elektronische Registrierkasse verwendet muss eine zertifizierte TSE verwenden. Das beinhaltet EDV-gestützte Registrierkassen mit eigener Software und eigenem Betriebssystem, PC-Kassensysteme und App-Kassensysteme, die ein Smartphone oder Tablet zum Kassieren verwenden.

Auf Grund des Zeitmangels wurde nun für diese Kassenbesitzer notfalls eine Schonfrist, offiziell „Nichtbeanstandungsregelung“, bis März 2021 eingerichtet. Es wird allerdings vorausgesetzt, dass es bereits mindestens einen Kaufnachweis für eine Technische Sicherheitseinrichtung gibt. 

Ausnahme bei bestimmten Kassen

Es gibt auch eine Übergangsregelung, welche besagt, dass gemäß Art. 97 § 30 Abs. 3 EGAO, alle Kassensysteme, die der GDPdU entsprechen (vor dem 25.11.2010 gekauft worden sind) und bauartbedingt nicht umrüstbar sind, eine Fristverlängerung zur Umrüstung bis zum 31.12.2022 erhalten. Diese Frist gilt auch für nicht-elektronische Kassen. Bis zu diesem Stichtag müssen allerdings final alle Kassen endgültig durch eine finanzamtkonforme POS Registrierkasse mit zertifizierter TSE ausgetauscht werden.

Wie funktioniert die TSE?

Welche Daten sollen durch die TSE (technische Sicherheitseinrichtung) gesichert werden?

Generell sollen durch die technische Sicherheitseinrichtung alle Geschäftsvorgänge aufgezeichnet und gesichert werden. Diese müssen in einem manipulationssicheren Protokoll gelistet und  jederzeit exportierbar sein. Auf folgende Daten will das Finanzamt zugreifen: 

  • Zeitlicher Beginn und  Ende jedes Vorgangs 
  • Art des Vorgangs mit allen spezifischen Daten des Vorgangs
  • Zahlungsweise 
  • Eine nachvollziehbare und konstante Transaktionsnummer
  • Prüfwert
  • Seriennummer des Aufzeichnungssystems oder Sicherheitsmoduls

Was beinhaltet die technische Sicherheitseinrichtung?

Die technische Sicherheitseinrichtung (TSE), die Deine Kasse ab 2020 benötigt, muss eine vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (kurz: BSI) zertifizierte Einrichtung sein, die folgende Bestandteile enthält:

  • ein Sicherheitsmodul, 
  • ein Speichermedium und
  • eine einheitliche digitale Schnittstelle

Das Sicherheitsmodul gewährleistet die nahtlose Aufzeichnung aller Geschäftsvorgänge, die mit einer Kasse ausgeführt werden. Jede Transaktion und jede Stornierung soll für die Behörden nachvollziehbar aufgelistet werden, um möglichen Steuerbetrug aufdecken zu können. Damit ist das Sicherheitsmodul salopp gesagt ganz einfach ein Überwachungssystem.

Auf dem Speichermedium sollen alle Umsatzdaten, die für den Steuervollzug unerlässlich sind, gesichert werden. Dafür sieht das Bundesamt der Finanzen ein Code-System vor, wodurch die gesammelten Daten nachträglich nicht mehr verändert werden können.

Das Code-System markiert alle Belege in richtiger Reihenfolge, so dass eine kohärente Aufzeichnungskette entsteht. Ist die Reihenfolge dieser Kette unterbrochen, ist klar dass die Aufzeichnungen manipuliert wurden. 

Zuletzt soll durch die einheitliche digitale Schnittstelle die Betriebsprüfung zweckmäßig erleichtert werden, indem eine einheitliche Datenübertragung zwischen dem Kassensystem und der Prüfsoftware des Finanzamtes ermöglicht wird. Ein uniformes Dateiformat soll Manipulation bei der Datenübertragung ausschließen und die Daten jederzeit für die Betriebsprüfer exportierbar machen.

Die TSE soll nach aktuellen Angaben als zusätzliche Hardware an die Kasse angebracht werden.  Die Kosten, die damit für die Sicherheitseinrichtung zusätzlich anfallen, sollen vom Staat allerdings nicht übernommen werden. Als Alternative wird daher derzeit auch eine Cloud-basierte Lösung für die Sicherheitseinrichtung diskutiert.

Diese könnte man nicht nur wesentlich kostengünstiger an elektronische Kassensysteme anfügen, sondern auch leichter vor Manipulation sichern. Bisher hat das BSI noch keine klaren Standards für das Sicherheitsmodul oder Speichermedium geschaffen, so dass mögliche Realisierungswege für die technische Sicherheitseinrichtung offen stehen. 

Für das iPad-Kassensystem von Tillhub gibt es mittlerweile bereits zwei TSE Lösungen. Eine Hardware TSE von Epson, welche sich für Kassenbetreiber eignet, die vorrangig offline arbeiten. Und eine Cloud TSE, welche sich für alle Kassenbetreiber eignet, die Internetzugang haben.

Eine weitere Möglichkeit ist die Anbringung eines speziellen USB-Sticks oder Mikrochips im Bondrucker. Eine Möglichkeit zur Speicherung und Aufzeichnung der Daten. 

 

Bein Kassiervorgang läuft es also folgendermaßen ab:

  1. Der Kassierer startet den Kaufprozess eines Kunden an der Kasse. 
  2. Die Kasse schickt hierbei ein Signal an die TSE.
  3. Die TSE generiert eine verschlüsselte Signatur für diesen Kaufprozess und sendet sie an die Kasse zurück. Bei der Signatur ist außerdem der Vorgänger- und der Nachfolgerbeleg nachvollziehbar.
  4. Der Kassierer schließt den Kaufprozess ab und die einzigartige Signatur dieses Kaufprozesses wird auf dem Kassenbon ausgewiesen. 
  5. Der Kassierer ist verpflichtet diesen Kassenbon dem Kunden auszuhändigen. Der Kunde ist nicht verpflichtet ihn anzunehmen. 

Es gibt bereits einige zertifizierte technische Sicherheitseinrichtungen, also von den offiziellen Prüfstellen abgenommene TSE. 

Diese lassen sich primär in Hardware TSE und Cloud TSE Lösungen unterscheiden. 

Kassenhersteller, wie Tillhub, bieten bereits unterschiedliche Lösungen für TSE Kassen an, so dass Du ab sofort die richtige Kasse, mit der richtigen TSE, passend für Dein Unternehmen auswählen kannst.

Die TSE Hardware Lösung

Eine Lösung, insbesondere für Unternehmen, die häufiger oder ausschließlich offline arbeiten, ist beispielsweise die Installierung des TSE-Mikrochips in den Bondrucker. Epson und Tillhub bieten solch eine TSE Hardware Lösung  für den Drucker bereits seit Anfang des Jahres 2020 an.

Technische Sicherheitseinrichtung Druckerlösung

Die Cloud TSE Lösung

Für alle anderen Kassen mit Internetverbindung empfiehlt sich die praktische TSE Cloud  Lösung von Fiskaly. Alle Daten werden hierbei automatisch sicher in der Cloud gespeichert. 

Wozu wird die zertifizierte TSE eingesetzt?

Die zertifizierte Technische Sicherheitseinrichtung, als Bestandteil der neuen Kassensicherungsverordnung 2020, ist eine zusätzliche Maßnahme gegen Steuerhinterziehung. Schätzungsweise werden in Deutschland allein jährlich 125 Milliarden Steuern hinterzogen, in ganz Europa 825 Milliarden.

Deutschland liegt bei den Steuerverlusten pro Jahr europaweit auf Platz 2 hinter Italien. Dem soll nun ein Ende gesetzt werden. Die zertifizierte TSE in Kombination mit der Belegausgabepflicht soll dabei helfen.

Stellen Kassensystem-Anbieter diese TSE her?

Aktuell sind uns keine Kassensystem-Anbieter bekannt, die die Technische Sicherheitseinrichtung selbst produzieren. Die ca. 1000 verschiedenen deutschen Kassenanbieter verwenden extern erstellte zertifizierte TSE Lösungen, bzw. sorgen sie dafür, dass diese über eine Anbindung (über ein API – Application Interface) mit ihrem Kassensystem kompatibel ist.

kassensichv TSE

Wer zertifiziert die TSE?

Bisher wurden bereits einige Prüfstellen offiziell vom BSI anerkannt, die die technischen Sicherheitseinrichtungen zertifizieren dürfen. Hierunter befinden sich beispielsweise:

Woher bekomme ich die TSE?

Am sinnvollsten ist es, mit seinem Kassensystemanbieter in Kontakt zu treten und nachzufragen, welche technische Sicherheitseinrichtungslösung dieser anbietet. Sofern diese Verfügbar ist, sollte man sich darum kümmern, dass sie so schnell wie möglich eingerichtet und umgesetzt wird, um vorzugsweise rechtzeitig, spätestens zu März 2021, nach der KassenSichV gesetzeskonform arbeiten zu können.

Welche TSE sind bereits zertifiziert?

Offiziell zertifiziert sind nun bereits einige technische Sicherheitseinrichtungen aus unterschiedlichen Bereichen und befinden sich einige weitere Lösungen noch im Zertifizierungsprozess. 

Die aktuelle Liste der zertifizierten TSE findet sich auf der Website des BSI, jeweils mit der eigens vergebenen Zertifizierungsnummer zur Verifizierung.  

Einige weitere Anbieter haben ihre TSE Lösung schon zur Zertifizierung bei den Prüfstellen eingereicht. 

Achtung: 5 Jahre nach der vollständigen Zertifizierung muss jede TSE Zertifizierung erneuert werden.

Kassenanbieter, wie Tillhub kooperieren mit Unternehmen wie Epson und Fiskaly, damit die TSE optimal mit dem iPad Kassensystem kompatibel ist und schnell und unkompliziert implementiert werden kann. 

So stellen diese Unternehmen sicher, dass die gemeinsamen Kunden mit ihren Kassen auch in Zukunft sorgenfrei jederzeit  Finanzamt konform bleiben und von einer idealen Lösung profitieren. 

Du möchtest Dir so eine TSE Kasse einmal näher ansehen? Kein Problem! Wir zeigen sie Dir gerne und beantworten all Deine offenen Fragen. Optional kannst Du Dir von uns auch eine Online Demo auf Deinem Computer zeigen lassen, wenn Du das möchtest.

DEMO ANFORDERN

Wir haben die wichtigsten Informationen aus diesem Artikel zur TSE

auch in unserer Mini-Serie zur KassenSichV 2020 als praktische Videos zusammengefasst:

 

 

Sabrina
gepostet von Sabrina